Oranienstraße 25
10999 Berlin

Ausstellungsraum:
Täglich 12–19 Uhr
Mi–Fr bis 20 Uhr

Laura Horelli: Namibia Today

KUNST IM UNTERGRUND 2016/17: Mitte in der Pampa
U-Bahnhof Schillingstraße, U5
Februar - Oktober 2017

Laura Horelli: Namibia Today, 2017. Foto: C.Leitner
Laura Horelli: Namibia Today, 2017. Foto: C.Leitner

Eröffnung
Donnerstag 9 Februar 2017, 19 Uhr
U-Bahnhof Schillingstraße, U5
Eröffnung und Rundgang mit Andreas Guibeb, Botschafter der Republik Namibia, Uwe Jaenicke, SODI e.V. und Thomas Lendrich (Druckhaus Gera) 

Die Befreiungsbewegung SWAPO (South West Africa People’s Organisation) kämpfte von 1960 bis 1990 für die Unabhängigkeit Namibias von Südafrika. Seit 1990 bildet sie die Regierung. Die Künstlerin Laura Horelli betrachtet in ihren Plakaten besonders den Zeitraum 1980 bis 1985, als die englischsprachige Zeitschrift »Namibia Today« von der Druckerei Fortschritt in Erfurt in der ehemaligen DDR gedruckt wurde. Die Exilredaktion saß seinerzeit in der angolanischen Hauptstadt Luanda.
Die Künstlerin hat – inspiriert von diesen Heften – eine 18-teilige Plakatserie realisiert, die u.a. im Druckhaus Gera, dem Nachfolgebetrieb der Druckerei Fortschritt, hergestellt wurde. Die Plakatwände kombinieren jeweils eine Titelseite der Zeitschrift »Namibia Today« mit Collagen zur Geschichte des Heftes in der DDR. Da die Zeitschrift noch weitgehend unerforscht ist, entwickeln sich einige der Motive assoziativ.

Die Plakate werden im U-Bahnhof Schillingstraße an der Linie U5 präsentiert. Die Linie liegt im ehemaligen Gebiet Ost-Berlins und wird derzeit Richtung Westen verlängert. Die Künstlerin erinnert hier an die komplexe Solidaritätsgeschichte der DDR. Doch weckt der Titel »Namibia Today« auch weitere Assoziationen: Er erinnert an die Kolonialgeschichte von Deutsch-Südwestafrika (1884–1915) sowie die weiterhin offen stehenden Verhandlungen zur Anerkennung des deutschen Völkermords an den Herero und den Nama (1904–08). Was ist Namibia heute – betrachtet aus derzeitigen Perspektiven – mit Blick auf die Vergangenheit?


Lesen Sie hier mehr zum Projekt "Mitte in der Pampa - Kunst im Untergrund 2016/17"

nGbK-Projektgruppe "Kunst im Untergrund 2016/17": Jochen Becker, Anna Gogonjan, Eva Hertzsch, Karin Kasböck, Folke Köbberling, Adam Page, Valeska Peschke

Ein Projekt der neuen Gesellschaft für bildende Kunst in Kooperation mit dem Amt für Weiterbildung und Kultur Marzahn-Hellersdorf, finanziert von Senatsverwaltung für Kultur und Europa - Kunst im Stadtraum.
Unterstützt von: BVG, Berliner Fenster, Wall, Lotto-Stiftung