neue Gesellschaft
für bildende Kunst

14Samstag, 14. September 2019, 18.00 Uhr
Eröffnung: Opening: Ausstellung
Ausstellung

Ausstellung: Das Jahr 1990 freilegen oder: Aufführung eines Buches / Anne König und Jan Wenzel

Sonntag, 15. September 2019 — Samstag, 30. November 2019

 Das Jahr 1990 freilegen oder: Aufführung eines Buches / Anne König und Jan Wenzel

Adresse: station urbaner kulturen, Auerbacher Ring 41, 12619 Berlin (Eingang Kastanienboulevard, neben Lebenshilfe e.V.)
Geöffnet:Do+Sa 15-19 Uhr
Sprache(n): 
  • Deutsch
  • Englisch

Eintritt: frei
Veranstalter_in: neue Gesellschaft für bildende Kunst
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 Das Jahr 1990 freilegen oder: Aufführung eines Buches / Anne König und Jan Wenzel

Die Installation beinhaltet Beiträge von Jan Caspers, Christiane Eisler/ Silke Geister, Gerhard Gäbler, Anselm Graubner, Martin Jehnichen, Harald Kirschner, Alexander Kluge, Andreas Rost und Wolfgang Schwärzler.

Vergleicht man die Jahre 1989 und 1990, zeigt sich, dass sie in der kollektiven Erinnerung höchst unterschiedlich präsent sind. Die meisten Menschen können sich das Jahr 1989 rasch ins Gedächtnis rufen. Auch mit dem Abstand von knapp dreißig Jahren fällt es leicht, die Abfolge der Ereignisse dieses Herbstes zu erzählen – alles verdichtete sich hier auf wenige, hochdramatische Wochen. 1990 dagegen wirkt in der Erinnerung wie ein blinder Fleck. Das Gedächtnis, von den sich überschlagenden Ereignissen ebenso gefordert wie von unerfüllten Wünschen und nicht eingestandenen Kränkungen, fasst ein solches Jahr nur schwer.

Die Ausstellung »Das Jahr 1990 freilegen« basiert auf einem Buchprojekt der Leipziger Verleger_innen Anne König und Jan Wenzel. Verschiedene Aspekte des Jahres 1990 werden auf ihre Aktualität hin untersucht, Inhalte des Buches werden in den Ausstellungsraum übersetzt: Bilder und Stimmen setzen sich zu Knotenpunkten dieses Jahres zusammen. Die Besucher_innen werden eingeladen, damalige Ereignisse und ihre Auswirkungen auf die heutige Gesellschaft auf sich wirken zu lassen und mit den eigenen Erinnerungen zu überprüfen. Es wäre ein Irrtum anzunehmen, dass irgendeines dieser Ereignisse wirklich abgeschlossen ist. Wer die Gegenwart lesen will, muss beim Jahr 1990 einsetzen.

 

station urbaner kulturen

Seit 2014 engagieren sich Mitglieder der nGbK in der Großsiedlung Berlin-Hellersdorf. Die station urbaner kulturen ist ein diskursiver Veranstaltungs- und Ausstellungsraum und ein Ort für gemeinsames Arbeiten von Künstler_innen und Anwohner_innen. Zum Aktionsfeld der station gehören auch Formate wie Kunst im öffentlichen Raum und Freiluftveranstaltungen und -ausstellungen auf der nahliegenden Grünfläche, genannt »Place Internationale«.

Mit ihrer langfristigen Präsenz am Stadtrand möchte sich die nGbK der Verantwortung stellen, neue Wege einer künstlerischen Praxis aufzuzeigen. Mit unterschiedlichen Kulturprojekten sollen weiterhin interventionistische Prozesse, die Weiterentwicklung von sozialen Strukturen und ein Nachdenken über die Zukunft eines Stadtteils initiiert und vertieft werden.


nGbK-Projektgruppe »station urbaner kulturen«: Jochen Becker, Fabian Bovens, Eva Hertzsch, Margarete Kiss, Constanze Musterer, Adam Page

Im Rahmen der Berlin Art Week

Unterstützt von

    

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14Samstag, 14. September 2019, 18.00 Uhr
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