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für bildende Kunst

Gespräch

Gespräch: »Nie / Wieder Deutschland: Besichtigung flüchtig aufscheinender Zukünfte« mit Manuela Bojadžijev, Frigga Haug und Wolfgang Fritz Haug

Montag, 04. November 2019, 20.00 Uhr

»Nie / Wieder Deutschland: Besichtigung flüchtig aufscheinender Zukünfte« mit Manuela Bojadžijev, Frigga Haug und Wolfgang Fritz Haug

Adresse: station urbaner kulturen, Auerbacher Ring 41, 12619 Berlin (Eingang Kastanienboulevard, neben Lebenshilfe e.V.)
Geöffnet:
Sprache(n): Deutsch
Eintritt: frei
Veranstalter_in: neue Gesellschaft für bildende Kunst
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»Nie / Wieder Deutschland: Besichtigung flüchtig aufscheinender Zukünfte« mit Manuela Bojadžijev, Frigga Haug und Wolfgang Fritz Haug

Für das Buch und die Ausstellung von Anne König und Jan Wenzel »Das Jahr 1990 freilegen oder: Aufführung eines Buches« war das Buch »Perestroika Journal. Versuch, beim täglichen Verlieren des Bodens unter den Füßen neuen Grund zu gewinnen« von Wolfgang Fritz Haug ein wichtiger Bezugspunkt. Der 1990 erschienene Sammelband  zeichnet nach, was um Haugs West-Berlin herum in der zerfallenden DDR im Zuge der sowjetischen Umbrüche geschah. Der marxistische Philosoph Haug schreibt hier mit, was in der damaligen Gegenwart aufschien oder hervorgebracht wurde: Die Neugier und der Moment mit all seinen Irrungen und Zufälligkeiten stehen hier im Vordergrund und weniger die abgeklärte Analyse. Gemeinsam mit der Soziologin Frigga Haug leitete er die Zeitschrift und den Verlag ›Das Argument‹. Die Professorin für Soziologie kann sich noch genau daran erinnern, wie im Jahr 1990 – ausgehend von den ›Runden Tischen‹ – zahlreiche DDR-sozialisierte Feminist_innen (u.a. Katja Kipping) die Redaktionsräume stürmten und wilde Debatten innerhalb der zusammengefallenen Linken auslösten.

Die Politikwissenschaftlerin und Autorin Manuela Bojadžijev lehrt in Lüneburg »Globalisierte Kulturen«  und ist Mitbegründerin der Gruppe ›Kanak Attak‹. Sie arbeitet zu Fragen von Migration und Rassismus - Themen, die heute als immanenter ›Spaltpilz‹ in der Gesellschaft Deutschlands und Europas wirken. Manuela Bojadžijev erlebt die immer wieder zelebrierte ›Wiedervereinigung‹ nicht als Festtag aller Deutschen.

In Zusammenarbeit mit der Fotoausstellung »WANDEL UND ANNÄHERUNG« im Ausstellungszentrum Pyramide Hellersdorf und mit dem QuartiersBüro Marzahn NordWest.

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