neue Gesellschaft
für bildende Kunst

27Freitag, 27. November 2020, 19:00 Uhr – 21:00 Uhr
Online: Online: Wir – Gespräche zum demokratischen Alltag in Berlin
28Samstag, 28. November 2020, 15:30 Uhr – 17:30 Uhr
Online: Online: Corona Lager Reports
29Sonntag, 29. November 2020, 13:00 Uhr – 15:00 Uhr
Online: Online: Haus verkauft! Oranienstraße 25 und damit verbundene Kämpfe
Online

Online: Zur Dekolonialisierung des Städtischen

Samstag, 28. November 2020, 12:00 Uhr – 15:00 Uhr

Adresse: 
Geöffnet:
Sprache(n): 
  • Deutsch
  • Englisch
  • Flüsterübersetzung

Eintritt: frei/ Anmeldung*
Veranstalter_in: neue Gesellschaft für bildende Kunst
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Mit: No Humboldt 21!, Initiative Schwarze Menschen in Deutschland ISD (Tahir Della), Berlin Postkolonial (Mnyaka Sururu Mboro), AFROTAK TV cyberNomads (Adetoun Küppers-Adebisi), Coalition of Cultural Workers against the Humboldt Forum (Raphaël Grisey, Laura Horelli & Tanja Ostojić), Dierk Schmidt.
Diskussion moderiert von Michael Küppers-Adebisi


Im Juni 2013 veröffentlichte die Initiative No Humboldt 21 eine Erklärung mit dem Titel »Stoppt den geplanten Bau des Humboldt Forums im Berliner Schloss!« Das Berliner Schloss wurde 1443 von den Hohenzollern erbaut, die es bis 1918 bewohnten. Diese Dynastie war verantwortlich für die Versklavung tausender Menschen aus Afrika sowie für Völkermorde und Konzentrationslager in den ehemaligen Kolonien Deutschlands. Die Erklärung der Initiative No Humboldt 21 macht deutlich, dass die Entscheidung des deutschen Staates für den Wiederaufbau des Berliner Schlosses die Nachkommen der weltweit Kolonisierten nicht respektiert und in direktem Widerspruch zu dem Ziel steht, die Gleichberechtigung in einer (Post-)Migrationsgesellschaft zu fördern.
Trotz der aktiven Arbeit zahlreicher Organisationen, u.a. der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland und Berlin Postcolonial e.V., wurde die Fassade des Berliner Schlosses Unter den Linden - auf dem Gelände des Palastes der Republik der DDR - rekonstruiert. Dort wird das Humboldt Forum über 500.000 ›außereuropäische‹ Objekte beherbergen, von denen der Großteil durch koloniale Eroberungen erworben wurde.
Im Mai 2020 wurde das Gebäude, finanziert durch private Spenden, um einen ›Reichsapfel‹ - ein Symbol imperialer Macht und christlicher Weltherrschaft - erweitert. Als Reaktion darauf wurde die »Koalition der Kulturarbeiter gegen das Humboldt Forum« (CCWAH) gegründet, um »es abzureißen und auf den Kopf zu stellen«.
In der Diskussionsrunde, zu der auch ein performativer Beitrag des CCWAH gehört, sollen folgende Fragen diskutiert werden:
Welche Konsequenzen haben die Entscheidungen des Staates rund um das Humboldt Forum für die laufenden Bemühungen zur Dekolonisierung der Berliner Kultureinrichtungen und Stadträume? Welche Rolle spielen Geldgeber_innen aus dem privaten Sektor bei den Entscheidungen rund um den Wiederaufbau des Berliner Schlosses? Wie trägt das Humboldt Forum zu einem neuen Modell des Stadtmarketings und der Gentrifizierung bei? Wenn ein Lippenbekenntnis zu ›kulturellem Austausch und Vielfalt‹ hier an die Stelle des dringend notwendigen Strukturwandels tritt, in welcher Form können Kulturschaffende und –Handwerker_innen gegen diese Entwicklungen und ihre tiefgreifende Auswirkung auf die dekoloniale und kritische Kulturpraxis in Berlin Stellung beziehen?


* Wir bitten um Anmeldung unter: softsoil_ngbk[a]protonmail.com
Diese Veranstaltung findet auf der Videokonferenzplattform Big Blue Button statt. Weitere Informationen über die Zugänglichkeit dieser Plattform (in englischer Sprache) hier: https://docs.bigbluebutton.org/2.2/html5-accessibility.html

Wenn Ihr/Sie besondere weitere Bedürfnisse bezüglich der Zugänglichkeit der Veranstaltung habt (z.B. die Übersetzung in eine andere Sprache als Englisch, Gebärdensprache etc.) lasst es uns bitte bis Donnerstag den 26.11. um 12 Uhr wissen (Email: softsoil_ngbk[a]protonmail.com). Wir kümmern uns gerne darum und versuchen, eine Lösung zu finden.

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Weitere Termine

27Freitag, 27. November 2020, 19:00 Uhr – 21:00 Uhr
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29Sonntag, 29. November 2020, 13:00 Uhr – 15:00 Uhr
Online: Online: Haus verkauft! Oranienstraße 25 und damit verbundene Kämpfe