neue Gesellschaft
für bildende Kunst

Verschmutzung. Körperzustände. Faschismus.
Zeitgenössische Positionen zu Sauberkeits- und Ordnungsvorstellungen 


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Format: Ausstellung und Begleitprogramm 

Budget: 59.895,00 Euro

 

Verschmutzung. Körperzustände. Faschismus. ​ist ein konzeptionelles zweiteiliges Ausstellungsprojekt, das künstlerische Positionen aus Deutschland und der globalen Gegenwart präsentiert. Die Ausstellung geht von der These aus, dass ein Zusammenhang besteht zwischen (neu-)rechten Bewegungen und dem Verhältnis zum (eigenen und fremden) Körper und damit einhergehenden Sauberkeitsvorstellungen. Mit diesem Blick schauen wir auf die Arbeit von Künstler*innen, die sich mit dem Körper und seinen Flüssigkeiten sowie mit Schmutz beschäftigen. Das Projekt bespricht eine von Geschlechterverhältnissen ausgehende Faschismusanalyse und nimmt aktuelle Bezüge auf Kontinuitäten struktureller Gewaltstrukturen in sozialen Ordnungsvorstellungen. Der erste Teil des Projektes in Oberhausen 2020 widmete sich einer kunsthistorischen Perspektive, während dieser zweite Teil sich der Gegenwart zuwendet. Der Problemzusammenhang von Sauberkeit, unerwünschten Körpern und Ordnungspolitik zeigt sich auch in räumlichen Verdrängungsdiskursen in Berlin.
Im Hinblick auf die Transformationsphase und den Umzug der nGbK in 2022 möchten wir die Ausstellung in den Räumen in der Oranienstraße als reale oder inszenierte Besetzung präsentieren und so die Verdrängung auch in der Form reflektieren. Das Rahmenprogramm, bestehend aus Performances, Filmscreenings und Diskussionsrunden denken wir jedoch dezentral an unterschiedlichen Standorten.